Kunstwerke



Im Zuge der Ausstellung wurden verschiedene Kunstinstallationen und Bilder durch Frau Freidzon angefertigt.

Die Künstlerin

In der Tiefe der Nacht schimmern Erinnerungen auf, wie Schatten, die aus Träumen fliehen – brüchig, flüchtig, geboren aus dem Ungelebten. Sie sprechen in Fragmenten, Wurzeln, die ins Unbewusste greifen, zurück in Kindheitstage, die zugleich fern und nah erscheinen. Dort, in diesem stillen Raum, formt sich ein unsichtbares Selbstporträt: ein Echo einer Familie, die sich über Kontinente verstreute, wie Samen im Wind.

Sehnsucht. Ein ständiges Suchen, das Verborgene zu fassen, das Vergangene zu beleben. Ein Gefühl, wie durch einen Nebel zu greifen, in dem Gesichter verwehen, Worte verhallen. Ich sehe sie, die Menschen von damals, wie sie sich in einem Raum versammeln, ihre Stimmen wie eine ferne Melodie, vertraut und doch unerreichbar.

Die Nacht ist ein Labyrinth, ein Irrgarten der Seele. Zwischen den Linien von Realität und Traum öffnet sich ein Raum, in dem alles gleichzeitig ist: Nah und fern, verloren und gefunden, Licht und Schatten.

Fragmente von Identität treiben dort wie Treibgut – Herkunft, Erinnerungen, Geschichten. Sie flüstern von einer Zeit, die mich formte, von Begegnungen, von den unausgesprochenen Gedanken der Eltern, von den Blicken der eigenen Kinder, von Büchern, Gefühlen, Erfahrungen. Ein unendliches Netz, das sich in mir ausbreitet.

Meine Kunst ist mein Weg, diese Fragmente zu sammeln, sie zu deuten, ihnen Gestalt zu geben. Ein Flüstern sichtbar zu machen, das nicht verstummen will.“ Era Freidzon 2024

Erinnerungsstücke